TEXT ZUR INSTALLATION

INSELN DES LICHTS

Auszug aus dem Programm Kultur und Kirche Stadt Hürth


Die neuromanisehe Backsteinkirche St. Katharina - erbaut in den Jahren 1894/95 - verwandelt sich ab dem 11. November für drei Wochen zum Licht-Kunst-Raum.


Nach Philipp Otto Runge, einem Maler der Frühromantik, lässt das Licht im metaphysischen Sinn höchste Kraft und Klarheit erscheinen, verkörpert in der Farbe Weiß. Dunkelheit und Finsternis dagegen entsprechen der Farbe Schwarz. Die Grundfarbe Rot galt Runge als Symbol für Morgen, Abend und Sohn - Teil der Darstellung der Dreieinigkeit.


Die sieben in St. Katharina zu sehenden Licht-Inseln stehen stellvertretend
für die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte und für die Hoffnung der Menschen auf Erlösung aus der Dunkelheit und Aufhebung in das Licht Gottes.
Sie symbolisieren jedoch auch die dunklen und hellen Seiten eines jeden Menschen, das Changieren der menschlichen Seele zwischen Gut und Böse.

 

Wolfgang Eckardt entwarf die Lichtinstallation. Eingebettet ist sie in einen eigens komponierten Klangteppich von Eugen Bak: Die Intensität des Lichtes folgt dem Klang, der Klang folgt dem Licht.


Der rezitierte Text zu Beginn ist Günter Eichs Buch TRÄUME entnommen
und weist dem Besucher einen möglichen Betrachtungsweg.


In die Licht- und Klanginstallation sind Skulpturen von Armin Kayser eingebettet, die Aspekte des menschlichen Seins symbolisieren, sowie hinterleuchtete Glasbilder von Petra Zilliken und Malerei von Wolfgang Eckardt (Impressionen vom Jüdischen Museum Berlin).

Nov. 2008

Wolfgang Eckardt | info@art-we.de